Bräuche und Traditionen an der NMS OST Payerbach

Im Schwarzatal werden viele Bräuche von zahllosen Vereinen und Einzelpersonen aufrechterhalten. Dazu wollen wir als NMS natürlich auch etwas beitragen und darum ist es bereits eine gute alte Tradition, dass Schülerinnen und Schüler der NMS Payerbach am Allerheiligentag für die Andacht beim Kriegerdenkmal einen Text vorbereiten. Dieses Jahr unterstützte RL Michael Taferner die Mädchen unserer 4. Klasse bei diesem Vorhaben.

Nicht nur alte Traditionen sind uns wichtig, nein, wir sind auch offen für Neues. Angeregt durch den Englischunterricht wird an unserem Schulstandort seit einigen Jahren Halloween gefeiert. Die Leidenschaft des Lehrerteams und der Kinder sich zu verkleiden hat das ihre dazu beigetragen.

Woher kommt der Name?

Seit über eintausend Jahren feiern Katholiken am 1. November das Allerheiligen-Fest – im Englischen „All Hallows“. Der Name Halloween leitet sich von der Bezeichnung für den Vorabend des Allerheiligen-Festes ab: „All Hallows Evening“.

Woher kommt der heutige Halloween-Brauch?

Das Gruselfest stammt aus Europa und geht vermutlich auf eine Tradition der alten Kelten zurück. Vor vielen Jahrhunderten feierten sie in Irland, Schottland und weiteren Gebieten Europas eine Art Totenfest mit dem Namen „Samhain“ – das bedeutet etwa „Ende des Sommers“.

Es war das Ende der Zeit des Lebens und der Beginn der Zeit des Todes. In dieser Nacht, so glaubte man, näherten sich die Welt der Lebenden und der Toten einander an, und daher feierte man „mit“ den Verstorbenen, z.B. auf dem Friedhof. Diesen Brauch gibt es in Mexiko heute noch; dort heißt er „Dia de los Muertos“ und findet am 1. November statt: Familien ziehen mit Getränken und leckeren Speisen auf den Friedhof, setzen sich um die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten und feiern gemeinsam ein „rauschendes Fest“.

Woher kommt der Irrglaube, es wäre eine Tradition aus den USA?

Der Grund dafür ist folgender: Jene Vorfahren der heutigen US-Amerikaner, die aus Irland auswanderten, nahmen diese Tradition in die USA mit. Während sie bei uns ziemlich in Vergessenheit geriet, verbreitete er sich in den USA und Kanada und veränderte sich, ehe er in den achtziger Jahren auch bei uns wieder auflebte – wo er ja ursprünglich entstanden war. Seither wird dieser Brauch bei uns immer beliebter.

Jedes Jahr verkleiden sich Kinder und Erwachsene, höhlen Kürbisse aus, feiern Halloween-Partys und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu ergattern („Süßes oder Saures!“). Geraten die Kinder an eine Tür, an der keine Süßigkeiten spendiert werden, gibt es Saures: Die Kinder können den Bewohnern laut Halloween-Brauch einen harmlosen kleinen Streich spielen.